Umwelt und Natur
Das Jahresthema der Falken in Dortmund 2009 war Ökologie. Ökologie bedeutet, die Natur als großes Ganzes mit allen ihren kleinen, ineinander verzahnten Abhängigkeiten zu betrachten. Denn in unserer Umwelt ist das so: Nimmt man etwas Kleines weg, kann das einen Dominoeffekt hervorrufen, der sich auf das ganze große System auswirkt. Z.B. wenn eine Pflanze ausgerottet wird, die von einer Insektenart gefressen wurde, dann verhungern auch die Vögel, die die Insekten gefressen haben, weil die Insekten verhungert sind. Und so geht das dann immer weiter.
Das ist Ökologie.
Wir Falken wollen, dass uns und auch unseren Enkeln und Ur-Ur-Enkeln die Erde noch lange erhalten bleibt. Deswegen wollen wir ökologisch bewusst leben. Aber keiner von uns hat jemals eine Pflanze ausgerottet, stimmt‘s? Stimmt nicht ganz. Denn obwohl wir in Dortmund von der Natur in Hörde oder Mengede nicht ganz so viel sehen, wirkt sich unser Konsumverhalten auf die ganze Welt aus.
Auspuffqualm von unnötigen Autofahrten belastet nicht nur Dortmunds Luft und Atommüll, der durch unseren alltäglichen Stromverbrauch entsteht ist nicht nur jetzt eine Gefahr, sondern wird wahrscheinlich auch in xxx Jahren noch dort liegen, wo er heute abgeladen wird.
Vieles was wir konsumieren, wird im Ausland in großem Maße abgebaut, ohne dafür zu sorgen, dass es nachwächst, z.B. Tropenholz für Möbel. Viele Konzerne vergiften auch Gewässer beim Herstellen von Lebensmitteln oder roden Wälder, um Weideflächen für Nutzvieh zu schaffen.
All das kann man natürlich nicht immer genau wissen und manches lässt sich nicht immer vermeiden, wie die Autofahrt zur weit entfernten Arbeit. Manchmal muss man auch ein bisschen Luxus für die Umwelt aufgeben können. Das Stichwort heißt Nachhaltigkeit. Nachhaltig konsumieren bedeutet, nur so viel zu verbrauchen, wie auch in angemessener Zeit wieder nachwachsen kann und Alternativen zu Rohstoffen zu finden, die bald verbraucht sein werden. Wir Falken lernen in unseren Gruppenstunden gemeinsam, wie jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann und welche Möglichkeiten man hat, umweltbewusst zu leben.
Klar, alleine schaffen wir das nicht. Und klar ist auch, dass ein globales Umweltbewusstsein auch nur im Gleichschritt mit sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Beteiligung gehen kann. Denn die Bauern im Regenwald roden auch nur, um ihre Familien mit dem Geld zu ernähren, das ihnen kapitalistische Konzerne dafür geben. Hier in Deutschland verwenden sie auf ihren Feldern Pestizide, um wirtschaftlich nicht benachteiligt zu werden und den guten Preis an die Kunden weiter zu geben. Und wenn du einen Joghurt kaufst und nicht viel Geld hast, nimmst du vielleicht auch lieber den günstigeren, der nicht „Bio“ ist. Trotzdem versuchen wir Alternativen aufzuzeigen und wer von klein auf im Zeltlager umweltbewusst leben gelernt hat, dem geht es hoffentlich in Fleisch und Blut über!!!
