Antifaschismus

Wir Falken wissen, dass alle Menschen, egal welche Hautfarbe oder Herkunft sie haben; woran sie glauben; welches Geschlecht sie haben oder wen sie lieben, egal ob sie arm oder reich sind oder ob sie eine Behinderung haben, gleich sind und die gleichen Rechte haben. Deswegen engagieren auch wir in Dortmund uns seit vielen Jahren gegen Rechts.

Die Straße gehört uns!

Dortmund hat sich in den letzten Jahren zu einer Nazi-Hochburg entwickelt. Auch wenn das gerne verschwiegen und beschönigt wird, zeigen Fälle wie die Ermordung des Punkers „Schmuddel“ am 28. März 2005 an der Kampstraße oder der Überfall auf eine friedliche Demo am 1. Mai 2009 die Gefahr durch zum Teil oft gewalttätige Neonazis deutlich. Diese treten in immer neuen Gewändern auf. Ob als scheinbare Bürgerbewegung „pro nrw“ getarnt, um vor den angeblichen „Gefahren der Islamisierung“ in Form von Moscheen zu warnen oder im „black block“-Outfit, um sich äußerlich von Antifas kaum noch abzugrenzen. Tatsache ist, dass der Neonazi kaum noch an Springerstiefeln und Glatze auszumachen ist. Trotzdem marschiert er mit seinen Kameraden regelmäßig in Dortmund auf, mit gemäßigteren Parolen wie „Nie wieder Krieg!“ aber mit dem Beisatz „-nach unserem Sieg“. Ungefährlicher ist er deswegen auf keinen Fall! Wir sehen es deshalb als unsere Pflicht an, den braunen Abschaum von unserem Straßen fernzuhalten und friedlich dafür zu sorgen, dass er sein dreckiges Gedankengut weder in Form von Kundgebungen, noch durch Aufkleber oder sonst wie kund tun kann! Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen und darf nicht akzeptiert werden, nur weil er plötzlich in neuem, familienfreundlicherem Outfit daherkommt!
Mit uns könnt ihr zu Gegendemonstrationen gehen, die auch nicht immer nur stures Marschieren bedeuten müssen, sondern auch z.B. auf dem Fahrrad stattfinden können, wir organisieren Infostände, Kundgebungen und setzen Zeichen. An vielen Stellen versuchen wir durch Aktionen, Konzerte oder Ausstellungen aufzuklären und natürlich tun wir das nicht nur in Dortmund, sondern überall wo wir gebraucht werden.
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen Gegen Faschismus kämpfen heißt auch, sich an das erinnern, was einst unter Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland geschehen ist und daraus zu lernen. Deswegen organisieren wir Fahrten zu ehemaligen Konzentrationslagern in Deutschland und Polen, haben mit Zeitzeugen gesprochen und fahren zu Gedenkstätten. Um nicht zu vergessen und das Andenken jener zu wahren, die unschuldig Sterben mussten, weil sie mutig waren, weil sie selbst denken und , entscheiden wollten oder einfach, weil sie geboren waren. Wir wollen, dass so etwas nie wieder irgendwo auf der Welt geschieht! Daher reden wir viel darüber während wir dort sind, denn ein Ort wie Ausschwitz ist nicht so leicht zu verarbeiten, aber auch zu Hause in der Gruppenstunde.
Bei uns lernen schon die Kleinsten, dass die Achtung und der Respekt vor der menschlichen Würde sehr wertvoll sind, deswegen achten Falken aufeinander, helfen sich gegenseitig, lernen voneinander  und akzeptieren jeden, mit all seinen Stärken und Schwächen.